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Doktorarbeit
Die Suche nach einer Doktorarbeit und vor allem dann die Durchführung ist ein leidiges Thema in der Klinik. Zuallererst muss man natürlich das richtige Thema und den richtigen Doktorvater finden. Hier kann man sich auf den Homepages der Institute erkundigen oder einfach direkt bei den Instituten nachfragen. Zunächst aber einige Infos zu den verschiedenen Arten einer Doktorarbeit:
Grundsätzlich sind drei Arten der medizinischen Doktorarbeit zu unterscheiden: experimentelle, klinische und statistische Arbeiten.
Experimentelle Arbeit
In einer experimentellen Arbeit geht es beispielsweise darum, molekularbiologische Studien an Zellkulturen vorzunehmen. Experimentelle Arbeiten bieten die beste Aussicht auf eine wissenschaftliche Karriere und Vorteile bei der Jobsuche. Nachteilig sind der hohe Arbeitsaufwand und die starke Abhängigkeit von der Betreuung und Einarbeitung. Wenn man eine wissenschaftliche Karriere plant, sollte man zusätzlich versuchen in Erfahrung zu bringen, wie die Publikationsrate der Arbeitsgruppe ist um die Chancen einer eigenen Publikation einschätzen zu können.
Klinische Arbeit
Mit einer klinischen Doktorarbeit kann man durchaus ähnlich gute Noten wie mit einer experimentellen Arbeit erzielen und ist während der Doktorarbeit bereits nah am klinischen Arbeitsleben. Nachteil ist häufig, dass man sich um die Betreuung der meist nicht sehr interessierten Patienten kümmern muss und direkt von den Patientenkontakten abhängig ist. Hier können besonders die nötigen Patientenzahlen zum Problem werden, wenn Krankheiten zu selten sind oder die Patienten ablehnen. Dadurch kann sich auch eine vermeintlich schnelle klinische Arbeit über Jahre hinziehen. Hier empfiehlt es sich seinen Betreuer direkt auf das Problem anzusprechen und zu sehen wie er oder sie sich eine Lösung vorgestellt hat.
Statistische Arbeit
In einer statistischen Doktorarbeit untersucht man beispielsweise rückblickend die Komplikationsrate bei einem chirurgischen Eingriff. Die Noten sind meist nur durchschnittlich und die Arbeit eventuell etwas trocken. Jedoch hat man mit einer statistischen Arbeit weitgehend frei wählbare Arbeitszeiten und ist unabhängig von Patienten oder Laborversuchen. Daher werden die meisten angefangenen statistischen Doktorarbeiten auch fertig.
Fazit
Man sollte sich also vorher überlegen, ob man überhaupt unbedingt den Doktortitel haben möchte und wenn ja welche Art von Arbeit einem am ehesten zusagt und welche Probleme bei dem jeweiligen Thema auftreten können! Wichtig ist auch herauszufinden, ob die Betreuung gewährleistet ist, ob es schon ähnliche Arbeiten gibt, an denen man sich orientieren kann, ob ein Freisemester gefordert wird und wie die Zeitplanung aussieht. Gerade der letzte Punkt ist aber extrem schwierig zu beurteilen, da die meisten Betreuer der Meinung sind, dass sich die geplanten Arbeiten schneller durchziehen lassen, als das in Wirklichkeit der Fall ist, denn Rückschläge und lange Wartezeiten werden häufig bei der Zeitplanung außer acht gelassen. Fast alle Doktorarbeiten dauern im Endeffekt länger als am Anfang angekündigt.
Um einen guten Start zu finden, erkundigt Euch auf jeden Fall bei höheren Semestern und bei Leuten, die im gleichen Institut oder beim gleichen Doktorvater schreiben.
Es ist durchaus nicht unüblich auch seine Doktorarbeit zu wechseln, sollte die Betreuung nicht so sein, wie man das erwartet hat oder sollten sich andere organisatorische Probleme ergeben, die nicht zu lösen sind. Lasst euch davon nicht entmutigen und startet neu durch. Wer sich vorher gut informiert kann solchen Problemen eventuell aus dem Weg gehen.

