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Physikum

Das Physikum (erster Teil der ärztlichen Prüfung) ist das erste Staatsexamen. Es findet zweimal im Jahr (März und August) statt und setzt sich aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil zusammen. Das Schriftliche besteht aus 320 Fragen, welche vom Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) generiert. In Deutschland werden die Fragen des Physikums veröffentlicht („Gelbe / Schwarze Reihe“). Somit gibt es keinen festen Fragenpool – wie z.B. in den USA, wo die Examensfragen „unter Verschluss“ stehen. Die Experten vom IMPP sind gezwungen, halbjährlich neue Fragen zu erstellen, was bestimmt der wichtigste Grund dafür ist, dass viele Fragen nicht allein mit Verständnis und Grundwissen, sondern nur noch mit Detailwissen beantwortet werden können. Der neue Trend beim IMPP ist klinisch-orientierte Fragen zu stellen, um die Verzahnung von Vorklinik und Klinik voran zu treiben.

Wichtig: Die Physikumsnote wird übrigens mit der Note des 2. Teils der Ärztlichen Prüfung (Hammerexamen) verrechnet und zählt dabei ein Drittel, während die Note des Hammerexamens zwei Drittel zählt. (Bsp. Physikum 1, Hammerexamen 4, Gesamtnote = 3). Es gilt also nicht mehr wie früher das Physikum nur zu bestehen, sondern auch hier geht es schon um die Gesamtnote am Ende des Studiums. Und da man sich mit dieser Gesamtnote um seinen ersten Arbeitsplatz bemühen wird, bedarf es wohl keiner weiteren Erklärung, warum man das Physikum möglichst gut und termingerecht ablegen sollte.