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Aktuelles
Prüfungen
Schriftlicher Teil
Am ersten Tag des schriftlichen Physikums werden die Fächer Chemie und Biochemie sowie Physik und Physiologie geprüft. Am zweiten Tag folgen die übrigen Fächer: Biologie und Anatomie sowie Medizinische Psychologie und Soziologie. Für jede Frage hat man 90 Sekunden Zeit, so dass bei täglich 160 Fragen eine Prüfungsdauer von 240 Minuten herausspringt (von 9 bis 13 Uhr).
Ob man sich immer genau 90 Sekunden mit der Bearbeitung einer Frage herumschlägt ist letztendlich Eigensache, jedoch sollte man zwei wichtige Dinge beachten:
- Fragestellung + Teilantworten genauestens lesen: ist es eine verneinende / bejahende Frage bzw. Teilantwort?
- Die erste Idee ist meist die richtige. Also nicht verschlimmbessern! Es sei denn, einem fällt das Wissen wie Schuppen von den Augen…
Die Fragen werden vom IMPP nicht konsequent nach Fächern sortiert. Stellt Euch besonders am ersten Tag darauf ein, dass vor allem Biochemie und Physiologie sich stetig abwechseln, da sie inhaltlich eng verwandt sind, während das bei Anatomie und Psychologie nicht der Fall ist.
Die Bestehensgrenze im Physikum liegt bei 60%. Allerdings kann diese Grenze nach unten hin abweichen. Dies erfolgt über die Durchschnittspunktzahl der Referenzgruppe, welche sich aus allen Studenten in Regelstudienzeit (also denen, die nach vier Semestern ins Physikum gehen) errechnet. Von dieser Punktzahl werden 22% abgezogen, was dann die zu erreichende Mindestpunktzahl darstellt. Diese Punktzahl darf nicht unterschritten werden (es wird also immer aufgerundet). Beispiel: Im Herbst-Physikum 2004 wurden von den Studenten der Referenzgruppe im Schnitt 217,1 Punkte erreicht: 217,1 Punkte * 0,78 = 169,26 Punkte. Daraus ergab sich, dass zum Bestehen des Herbst-Physikums 2004 mindestens 170 Punkte (da aufgerundet) nötig waren, um den schriftlichen Teil zu bestehen.
Die Benotung im schriftlichen Teil errechnet sich so, dass der Punktebereich zwischen der Bestehensgrenze und der Maximalpunktzahl geviertelt wird und jedes dieser Viertel für eine Note steht. Beispiel: Im Regelfall gibt es 320 Fragen und die Bestehensgrenze liegt bei 60% (=192 Punkte). Im Bereich zwischen 192 und 320 Punkten gibt es 128 Punkte. Diese werden durch vier geteilt (=32). Daraus ergibt sich, dass man für ein Ausreichend (4) 192-224 Punkte benötigt, für ein Befriedigend (3) 225-256 Punkte und so weiter. Im Herbst 2003 lag die Bestehensgrenze nur bei 50%. (Begründung: siehe oben)
Hinweis zur schriftlichen Prüfung
Tipp: Der schriftliche Teil findet nicht an der Uni selbst statt, sondern z.B. in der Neusser Stadthalle, Stadthalle Ratingen, Finanzamt, etc. Wenn Ihr wisst, wo Ihr schreibt dann nehmt Euch die Zeit und fahrt mal morgens, ungefähr zur realen Prüfungszeit, dorthin. Achtet dabei darauf, wie lange Ihr braucht, wo man (günstig) parken kann, wie das Gebäude aussieht, wo die Toiletten oder der nächste Bäcker sind, so dass Ihr damit vertraut werdet. Dadurch erreicht Ihr, dass Ihr am Tag der Prüfung deutlich weniger Stress habt, weil Ihr Euch auf „gewohntem“ Terrain befindet. Klingt albern, mag auch nicht für jeden zutreffen, hat aber schon manchem geholfen...
Zudem empfiehlt es sich am Tag der Prüfung zeitig genug loszufahren, mit jemandem abzusprechen, dass er sein Handy angeschaltet dabei hat, sowie genug Geld für ein Taxi in der Tasche zu haben, so dass Ihr für alle Eventualitäten gerüstet seid. Es kommt zwar extrem selten vor, dass was schief läuft, aber in jedem Semester gibt’s meist einen, der zur richtigen Zeit am falschen Ort ist, dessen Auto streikt oder Ähnliches. Mit entsprechender Vorsorge klappt es dann aber doch noch.
Mündlicher Teil
Die mündliche Prüfung findet an einem Tag statt. Ihr werdet von je einem Prüfer in Anatomie, Biochemie und Physiologie geprüft. Um einen Einblick in das Niveau der Mündlichen zu bekommen, lohnt sich auch hier ein Blick in die Protokolle. Entgegen aller Grüchte mutieren Prüfer im mündlichen Physikum nicht zu Monstern mit zwei Köpfen, die es darauf anlegen alle durchfallen zu lassen. Nein, sie versuchen einem zu helfen. Lernen muss man natürlich vorher selber, aber wenn man die Vorklinik überstanden, das Schriftliche gemeistert und sich mit den Protokollen vorbereitet hat, ist es extrem unwahrscheinlich, dass man durchfällt.
Bewertung
Die Ergebnisse von mündlicher und schriftlicher Prüfung bilden in gleichem Maße das Gesamtergebnis, zählen also 50:50. Dank der neuen Approbationsordnung muss man nur noch den Teil wiederholen, den man nicht bestanden hat. Fallt Ihr also durch das Schriftliche, besteht aber die mündliche Prüfung, müsst Ihr beim nächsten Physikum nur noch den schriftlichen Teil bestehen und umgekehrt.
Tipp: Prof. Nürnberg vom Institut für Biochemie II ist Prüfungsbeauftragter der medizinischen Fakultät und sehr darum bemüht, dafür zu sorgen, dass nur Dozenten prüfen, die durch Vorlesungen oder Praktika bekannt sind. Da die Dozenten meistens schwerpunktmäßig zu ihren Vorlesungsthemen fragen, können Anwesenheit in der Vorlesung sowie Mitschriften beim Mündlichen eine sehr wertvolle Hilfe sein.

