Sie sind hier: Studium / Studienablauf / Physikum / Vorbereitung

Vorbereitung

Einfach, wie aufwendig: man muss nichts anderes tun, als die Fragen aus den letzten acht bis zehn Jahren (~ 6000 Fragen) durchzugehen (Slang: „kreuzen“). Dabei gilt es allerdings, ein paar Feinheiten zu beachten: Es macht keinen Sinn, alle Fragen fünf Mal durchzukreuzen, so dass man schon an den ersten zwei Wörtern der Frage erkennt, welche Antwortmöglichkeit die Richtige ist, ohne diese gelesen zu haben. Viel wichtiger ist es, alle Antwortmöglichkeiten ausschließen und im Optimalfall erklären zu können. Das ist so wichtig, weil in jedem Physikum nur etwa < 10% Altfragen auftauchen, die 1:1 gleich sind, aber jede Menge Fragen, die einen ähnlichen Inhalt haben oder sich z.B. auf eine Falschantwort aus einer Altfrage beziehen.

Die Altfragen gibt es als Buchform ("Schwarze Reihe" vom Thieme-Verlag, "Gelbe Reihe" vom Urban & Fischer-Verlag) und als CD. Die CD ist absolut zu empfehlen, weil sie günstig ist und man sehr gut damit arbeiten kann und sich viel Blättern erspart. Im übrigen solltet Ihr dafür sorgen, dass Ihr auch immer die letzten Physika habt (gibt es zum Beispiel im Netz bei www.medilearn.de oder als Orangene Reihe in der Fachschaft). Dies ist wichtig, da inhaltliche Ähnlichkeiten der letzten Physika nicht von der Hand zu weisen sind und man wertvolle Punkte verschenkt, wenn man v.a. die letzten zwei Physika nicht gekreuzt hat.

Tipp: Ihr solltet mit dem Kreuzen früh genug anfangen! Vergesst aber nicht, nebenher Euch auch ab und an in einer oder mehreren Lerngruppen zu treffen und für den mündlichen Teil des Physikums zu lernen. Die meisten scheitern in der mündlichen Prüfung nur daran, dass sie nie ihr Wissen artikuliert haben.

Zeitmanagement

Durch die Mystifizierung des Physikums als schreckliche Hürde gelingt es vielen KommilitonInnen immer wieder erfolgreich, dieses bis zuletzt zu verdrängen, um dann in den letzten 6 Wochen unter Koffeinabusus panisch 20 Stunden am Tag zu lernen. Das kann funktionieren. In keinem Fall ist es aber so effektiv, nachhaltig und gründlich, wie wenn man mit System lernt. Und gerade das ist fürs Schriftliche extrem gut möglich.